Die Corona Pandemie und Ihre Auswirkung auf den Immobilienmarkt
Die Corona Pandemie und Ihre Auswirkung auf den Immobilienmarkt Ein Interview mit dem CEO der Basel Immobilien GmbH

Die Corona Pandemie hat sich mittlerweile zu einer globalen wirtschaftlichen Bedrohung entwickelt. Die Folgen werden auch vor unserem Immobilienmarkt keinen Halt machen.

Wir von Basel Immobilien haben ein exklusives Interview mit unserem CEO Basel Al-Assadi geführt und Ihn zu den möglichen Folgen der Krise befragt.

 

Das Interview

Redaktion: Haben Sie und Ihr Unternehmen bereits die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren bekommen?

Basel Al-Assadi: Ganz klar, ja. Seien es Wohnungsbesichtigungen, welche nicht mehr stattfinden können oder abgesagte Notartermine. Die Transaktionsbereitschaft ist gesunken.

Redaktion: Gibt es denn bereits Preiseinstürze für beispielsweise Wohnimmobilien?

Basel Al-Assadi: Erst einmal verläuft in den Konjunkturzyklen des Immobilienmarktes nichts von einem Tag auf den anderen. Ob Preiseinstürze oder Preissteigungen, im Immobilienmarkt braucht alles seine Zeit. Somit müssen wir die Entwicklungen in der nächsten Zeit stark im Auge behalten, jedoch glaube ich, dass die Wohnimmobilienmärkte sehr resistent sein werden. Eine nähere Analyse der Immobilienpreise zeigt außerdem, dass aktuell kein Zusammenbruch der Preise sichtbar ist.

Redaktion: Sie sind als Projektentwickler natürlich immer auf der Suche nach rentablen und wirtschaftlichen Projekten? Sind Sie aktuell zögerlich mit Investitionen und neuen Projekten?

Basel Al-Assadi: Natürlich behalten wir die Situation im Auge, jedoch sind wir bei passenden Projekten nicht zögerlich. Meiner Meinung nach kann sich der Trend nach der aktuellen Krise Richtung Eigentumswohnungen steigern. Deshalb nutzen wir die aktuelle Zeit verschärft für passende Neubauprojekte.

Redaktion: Wie lange denken Sie hält der Shut-down und die Kontaktverbote noch an? Sind diese Maßnahmen sinnvoll oder nur schädigend für die Wirtschaft?

Basel Al-Assadi: Je stärker der Wirtschaftseinbruch, desto eher ist auch auf dem Immobilienmarkt mit Verlusten zu rechnen. Diese Shut-down Maßnahmen und Kontaktverbote sollen der schnellen Verbreitung und Verschlechterung der Wirtschaft entgegenwirken. Deshalb sehe ich persönlich die Maßnahmen als sinnvoll.

Redaktion: Was ist Ihre Prognose? Wie wird sich der Immobilienmarkt in den nächsten Jahren entwickeln?

Basel Al-Assadi: Die Entwicklung des Immobilienmarktes kennt seit 12 Jahren nur eine Richtung, nach oben. Bereits letztes Jahr haben wir gesehen, dass die Mietsteigerungen in den Großstädten nicht mehr ganz so stark waren. Gründe dafür waren weniger Zuwanderung und nicht zahlbare Mietpreise. Gerade die aktuelle Krise könnte diese Punkte verstärken.
Viele Teile des Immobilienmarktes werden mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Krise nicht betroffen sein, dazu zähle ich beispielsweise den Neubau von Eigentumswohnungen.

Redaktion: Sie sind auch mit Ihrem Partner Unternehmen Hochbau Falkowski im Baubereich tätig. Wie sind dort die aktuellen Entwicklungen? Geht der Bau voran oder sind auch die Baustellen von dem Virus betroffen?

Basel Al-Assadi: Die Frage kann ich nur aus der Sicht unserer Unternehmen beantworten. Die Bauvorhaben unserer Unternehmensgruppe laufen derzeit nach Plan. Viele Bauherren müssen sich jedoch generell zurückhalten und abwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt. Aktuell müssen sich viele auf Verzögerungen einstellen. Viele Zulieferer und Nachunternehmer haben bereits Schwierigkeiten Ihre Arbeiten termintreu einzuhalten. Außerdem kommt es in vielen Regionen Deutschlands aktuell zu verspäteten Baugenehmigungen wodurch viele Bauherren ebenfalls nicht mit dem Bau beginnen können.

Die nächsten Monate geben uns Auskunft wie stark die Corona Pandemie den Immobiliensektor trifft und treffen wird.

Redaktion: Vielen Dank für das Interview. Haben Sie noch ein Schlusswort?

Basel Al-Assadi: Die Lage ist ernst. Natürlich sind wir optimistisch und hoffen diese Phase gemeinsam durchzustehen. Dennoch sollte jeder die Maßnahmen ernst nehmen und soziale Interaktionen auf ein Minimum reduzieren.

Ich wünsche allen Familien, Geschäftspartnern und Mitbürgern alles Gute. Bleiben Sie gesund!